Folsäure schon vor der Schwangerschaft Ein Folsäure-Mangel zwischen dem 23. und 28. Tag der Schwangerschaft – also zu dem Zeitpunkt, wo das spätere Rückgrat für die Nervenleitfunktionen angelegt wird - hat schlimme Folgen für das ungeborene Baby. Aber welche Frau weiß in diesem Moment, dass sie ein Kind erwartet? Eine Extra-Portion Folsäure (ca. 400 µg täglich) zur Behebung eines Mangels - mindestens 4 Wochen vor der Empfängnis bis 8 Wochen danach – reduziert diese Gefahr deutlich: Das Risiko für sog. Neuralrohrdefekte, eine schwere Missbildung, wird hierdurch um bis zu 100% gemindert. Ausreichende Folsäure-Spiegel der Mutter erhöhen auch den Schutz vor Missbildungen wie Lippen- und Gaumenspalten sowie Fehlgeburten. Folsäure besonders nach Absetzen der Pille Man sollte also einen Folsäure-Mangel spätestens dann schon behandeln, wenn nicht mehr aktiv verhütet wird. Denn nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille ist der Folsäure-Spiegel häufig tief unten: weil das mit der Pille zugeführte Hormon Östrogen im Darm die ganze Zeit die normale Aufnahme dieses Vitamins aus der Nahrung behindert hat. Vieles spricht für einen optimalen Folsäure-Status Eine optimaler Folsäure-Status zahlt sich aber nicht nur für werdende Mütter aus: Zusammenhänge zwischen einer ausreichenden Versorgung mit Folsäure und der Vorbeugung von Herz-Kreislauf- und Krebs-Erkrankungen sind bekannt. Auch psychiatrische Erkrankungen wie Alzheimer und Depressionen kommen weniger häufig vor, wenn der Körper ausreichend mit Folsäure versorgt ist. In den USA wird schon heute wegen der Neuralrohrdefekt-Problematik und der schlechten Versorgung der Gesamtbevölkerung das Mehl mit Folsäure angereichert – ähnlich wie bei uns das Salz mit Jod. In Deutschland müssen wir selbst dafür sorgen, dass wir das B-Vitamin in ausreichenden Tagesdosen aufnehmen. Worauf es bei der Ernährung und bei der Therapie mit Eisen- und Folsäure-Präparaten besonders ankommt, erfahren Sie im Folgenden und hier. |
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