

Ein verkannter Mangel stört die Entwicklung
Ein zu lange bestehender Eisenmangel hat beim Kleinkind schwere Folgen, die häufig nie mehr völlig geheilt werden können. Am einschneidendsten sind die Störungen seiner geistigen und körperlichen Entwicklung. Eisenmangel im Kleinkindalter kann auch zu vermindertem Körpergewicht und auffälligem Verhalten führen. Häufig sind später die schulischen Leistungen beeinträchtigt.
Da die Entwicklung des Gehirns zeitlich abgeschlossen ist, kann die nachträgliche Eisengabe sozusagen nicht mehr viel retten. Der rechtzeitigen Eisenmangelprophylaxe im Kleinkindalter kommt also eine ganz besondere Bedeutung zu.
Anders verhält es sich bei Geweben, wie Haut, Haaren, Nägeln, die der Körper stetig erneuert. Diese Symptome zeigen sich recht schnell und können beim nächsten Erneuerungsprozess durch eine Eisenmangel-Therapie "wieder gut gemacht" werden.
Auch die Abwehrkraft des menschlichen Organismus nimmt mit einer schlechten Eisenversorgung ab. Häufige Infekte im Säuglings- und Kindesalter, aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen sind die nicht seltene Folge des Eisenmangels.
Eine erst später bemerkbare, aber um so schwerere Folge von Eisenmangel im Kindesalter ist die stark erhöhte Neigung zur Cadmium-Speicherung. Kinder nehmen schon in den ersten 3 Lebensjahren etwa 1/3 ihrer lebenslangen Cadmium-Belastung auf. Eine chronische Cadmium-Vergiftung verursacht im späten Erwachsenen-Alter eine spezielle Form der Blutarmut und ruft schwere Nierenschädigungen hervor.
Kinder mit Eisenmangel speichern vergleichsweise auch mehr Blei im Körper als Erwachsene. Da Kinder außerdem empfindlicher gegenüber dem Gift Blei sind, ist die schädliche Wirkung größer als bei Erwachsenen. Eisenmangel kann bei ihnen bereits eine Schwermetallvergiftung auslösen. Die Folgen reichen von Koliken bis hin zu geistigen Entwicklungsstörungen.