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Bedarfs angepasst essen

Die doppelte Menge braucht man in der Schwangerschaft nicht zu essen. Die Kunst liegt in einer bedarfsgerechten Kost, in der das Mehr an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen auf eine kaum veränderte Energie-Menge verteilt wird. Stillende Mütter haben es da einfacher. In den ersten 4 Monaten brauchen sie für die Milchproduktion täglich 650 kcal mehr Energie - gegenüber einem Mehrbedarf von nur 255 kcal in der Schwangerschaft. Die Kunst ist aber erlernbar! Sie werden sehen, dass Sie immer mehr auf den Geschmack kommen. Das Grund-Prinzip lautet - wie für jeden anderen Gesunden auch: vielseitig, aber nicht zu viel.

Grundsätzliches

Frisches oder tiefgekühltes Gemüse gehört roh oder kurz gegart zu jeder Mahlzeit. Versuchen Sie, den größten Teil der empfohlenen Folsäure-Menge auf diese Weise zu decken. Dazu sind ca. 250 g Obst und 400 g Gemüse pro Tag nötig. Das ist mehr als das Doppelte von dem, was wir normalerweise verzehren!

Essen Sie sich satt an Kartoffeln und vollwertigen Getreideprodukten wie Vollkornbrot, Nudeln, Reis. So erhalten Sie hochwertige Energie mit Ballaststoffen und gleichzeitig Kalium, Magnesium und B-Vitamine.

Ersetzen Sie fettige Fleisch- und Wurstwaren öfter durch Fisch. Seefisch ist der bedeutendste Jodlieferant. Hering, Lachs und Makrele liefern wichtige ungesättigte Fettsäuren für Mutter und Kind. Speiseöle oder Margarinen sind ebenfalls gute Quellen.

Hochwertiges Eiweiß für den Aufbau von Körperzellen und für die Gehirnentwicklung verwertet der Körper am besten aus tierischen Produkten. Wählen Sie bei Milchprodukten, Fleisch und Wurstwaren bewusst die von Natur aus fettarme oder fettreduzierte Ware. Diese Lebensmittel sind gleichzeitig wichtige Eisen- und Calcium-Lieferanten.

Essen Sie regelmäßig: 5-6 kleine Mahlzeiten verteilt über den Tag und trinken Sie viel kalorienfreie Getränke wie Mineralwasser oder ungesüßten Kräuter- oder Früchtetee.

Auf Genussmittel wie Alkohol, Nikotin und Kaffee sollten Sie ganz verzichten.

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, die sich z.B. durch Blähungen bei der Mutter oder dem gestillten Kind äußern, können Sie durch Austausch von Lebensmitteln innerhalb der gleichen Lebensmittelgruppe vermeiden: Essen Sie nur das, was Ihnen und Ihrem Kind gut bekommt.

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