www.sanol.de

Eisenmangel im Sport hat vornehmlich nicht-athletische Ursachen

Wenig beachtet, aber um so wichtiger für alle Sportler sind die "nicht-athletischen Faktoren", die einen Eisenmangel auslösen. An erster Stelle steht die unzureichende Zufuhr an Eisen über die Nahrung.

Sportler konsumieren weniger Fleisch- und Wurstwaren, weniger sichtbare Fette und weniger Alkohol. Dafür essen sie aber mehr Getreide- und Milchprodukte sowie Obst. Sie ernähren sich also gesünder als der deutsche Durchschnittsbürger. Negativ in der Ernährung vieler Sportler ist jedoch der zu geringe Verzehr von Gemüsen, Salaten, Kartoffeln und von Seefisch sowie ein zu hoher Konsum von Süßwaren und Snacks. Diese Kost ist zwar reich an Kohlenhydraten und liefert somit schnelle Energie. Sie enthält aber weniger Eisen und andere lebenswichtige Nährstoffe.

Insbesondere Sportarten, bei denen ein geringes Körpergewicht gewünscht ist, z.B. Langstreckenlauf, Turnen, Ballett und Kampfsport in der Leichtgewichtsklasse, bergen ein zusätzliches Risiko für den ernährungsbedingten Eisenmangel. Nicht vergessen werden sollten dabei Sportarten wie Aerobic oder Jazz-Dance, wo häufig ein falsch verstandenes Schönheitsideal die Ernährung bestimmt.

Wird dem Körper über längere Zeit zu wenig Energie zugeführt, erhält er gleichzeitig zu wenig lebenswichtige Nährstoffe. Bei den Nährstoffen, die unter Reduktions-Diät in die Mangelzone geraten, steht Eisen mit an erster Stelle.

Eisenmangel ist um so wahrscheinlicher, wenn jemand, der intensiv Sport treibt, ohnehin schon zu einer Risikogruppe für Eisenmangel gehört, wie z.B. Heranwachsende und junge Frauen. Bei ihnen sind eine unzureichende Kalorienzufuhr und – speziell bei Frauen - die zusätzlichen Eisenverluste über die Regelblutung häufig Ursache des schlechten Eisen-Status.

Ein erhöhter Eisenbedarf des Körpers entsteht bekanntlich auch in großen Höhen: bei der Trainingsvorbereitung oder bei saisonalen Sportarten, wie Hochgebirgstrecking, Klettern, Bergsteigen und Skifahren. Da in der Höhe die Luft "dünner" ist, bemüht sich der Körper, seine Sauerstoffversorgung mittels einer erhöhten Produktion von Blutkörperchen sicherzustellen. Gerade in dieser Phase muss genügend Eisen vorhanden sein.

 

Athletische Ursachen

Die athletischen Ursachen für Eisenmangel sind in Untersuchungen mit Langstreckenläufern und anderen Hochleistungssportlern intensiv erforscht worden. Überraschenderweise haben sich Eisenverluste über den Schweiß als vergleichsweise gering herausgestellt.

Hauptverantwortlich für die Eisenverluste bei intensivem Sport – so der neueste Stand der Wissenschaft - sind vielmehr sogenannte Mikro-Blutungen im Körper. Bei Langstreckenläufern kann z.B. das Laufen auf hartem Grund eine Verletzung der roten Blutkörperchen im Fuß nach sich ziehen. Auch ist bei Läufern nach Wettkämpfen häufiger Blut im Stuhl festgestellt worden. Ursache sind Sicker-Blutungen im Magen-Darm-Trakt. Sie sind die Folge einer Zerstörung der roten Blutkörperchen durch aggressive Sauerstoff-Verbindungen oder einer Schädigung der Magen-Darm-Schleimhaut, die bei großer körperlicher Anstrengung weniger gut durchblutet wird.

 

Home