

Eisen - erste Mangelware in der Muttermilch
Stillende Mütter haben - ähnlich wie Schwangere - einen stark erhöhten Bedarf an Eisen und Folsäure. Für gestillte Säuglinge ist besonders eine ausreichende Versorgung der Mutter mit Eisen sehr wichtig. Die Muttermilch ist ja in den ersten 4 Monaten die einzige Eisenquelle. Damit die Muttermilch genügend Eisen enthält, kann deshalb auch für stillende Frauen die Einnahme von Eisen-Präparaten zur Therapie eines Eisenmangels erforderlich sein.
Nach einer Stillzeit von 5 Monaten deckt die Muttermilch allein nicht mehr den Energie- und Nährstoffbedarf des Säuglings. Nicht-gestillte Babies erhalten mit einer industriell hergestellten Säuglingsnahrung alle notwendigen Nährstoffe, da diese weitgehend an die optimale Zusammensetzung der Muttermilch angepasst ist.
Ab dem 4. Stillmonat sinkt der Eisenvorrat des Säuglings, den er aus mütterlichem Eisen aufgebaut hat. Sein Eisenbedarf ist nun – bezogen auf das Körpergewicht – bei weitem höher als der eines Erwachsenen. Die Zusammensetzung der Beikost muss also gut gewählt sein, damit der Säugling ausreichend versorgt ist. Dazu wird eine Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Mahlzeit allmählich als Ersatz für die mittagliche Milchmahlzeit eingeführt. Bei der Gläschenkost kann man sehr gut auf mit Eisen angereicherte Breis zurückgreifen.
Bei Säuglingen, deren Mütter aus persönlichen Gründen auf eine Beifütterung von Fleisch verzichten möchten, muss bei Eisenmangel für eine geeignete Therapie gesorgt werden. Hierzu gibt es spezielle Eisenzubereitungen in flüssiger Form, die sehr einfach gelöffelt werden können.
Ein bestehender Eisen- und Folsäuremangel bei der stillenden Mutter oder beim Säugling muss immer schnell behoben werden. Das Kind läuft sonst Gefahr einer körperlichen und geistigen Unterentwicklung. Wichtig: Wenn bereits ein Eisenmangel besteht, reicht der Verzehr eisenreicher Nahrung oder die Einnahme eisenhaltiger Pflanzensäfte häufig nicht aus.